In den kommenden Monaten laufen bei rund 300.000 Bürgerinnen und Bürgern die Zertifikate der ID Austria ab. Damit der Zugang weiterhin möglich ist, müssen diese rechtzeitig online verlängert werden. Nach erfolgreicher Verlängerung bleibt das Zertifikat weitere fünf Jahre gültig.
Wichtiger Hinweis: Diese Situation wird derzeit gezielt von Betrügern ausgenutzt!
So gehen die Täter vor:
Kriminelle kontaktieren Betroffene zunächst per SMS oder E-Mail, die angeblich von der ID Austria stammt. Darin wird zur Aktualisierung von Zugangsdaten aufgefordert.
Reagieren Betroffene darauf, folgt meist ein Anruf durch angebliche Bankmitarbeiterinnen oder Bankmitarbeiter. Im Gespräch wird vorgetäuscht, dass ein Zugriff auf das Konto notwendig sei – etwa zur Fehlerbehebung oder zur Abwehr einer angeblichen betrügerischen Transaktion.
Im weiteren Verlauf werden Opfer dazu gebracht:
- eine Fernwartungssoftware (z. B. AnyDesk) zu installieren
- den Tätern Zugriff auf ihr Gerät (Smartphone, Laptop oder PC) zu geben
Dadurch können die Täter eigenständig Überweisungen durchführen und Geld stehlen.
Bereits bekannt: rund 100 Fälle mit einem Gesamtschaden von etwa 500.000 Euro.
Was ist Phishing:
Phishing ist der Versuch, an vertrauliche Daten zu gelangen. Betrüger geben sich dabei als vertrauenswürdige Institutionen aus (z. B. Bank oder Behörde), um:
- Passwörter
- Bankdaten
- persönliche Informationen
zu stehlen.
Achten Sie besonders auf folgende Hinweise:
- Dringender Handlungsbedarf wird vorgetäuscht
- Es werden Konsequenzen angedroht
- Sie sollen persönliche Daten preisgeben oder auf Links klicken
- Die Anfrage wirkt ungewöhnlich, obwohl der Absender bekannt erscheint
- Unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“)
So schützen Sie sich:
- Absender genau prüfen (auffällige Schreibweisen, Zahlen etc.)
- Links nicht unüberlegt anklicken – lieber selbst die Website aufrufen
- Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden
- Bei unbekannten Nachrichten besonders vorsichtig sein
- Wichtig: Banken fragen niemals nach Passwörtern oder TANs!
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
https://www.bundeskriminalamt.at/news7481.html?id=6f45367243466c735631633d


