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Gemeinde Fernitz

Umweltrelevante Förderungen

Informationen über umweltrelevante Förderungsmaßnahmen und die diversen
Landesförderungen erhalten Sie auf der Homepage der Energieberatungsstelle unter:

www.energieberatungsstelle.steiermark.at

Oder direkt bei der Energieberatungsstelle -
Amt der Steiermärkischen Landregierung
Umweltrecht und Energiewesen
Fachstelle für Energie - FA 13 A
Burggasse 9/I, 8010 Graz

Ein Beratungstermin bei der Energieberatungsstelle wird empfohlen!

Die Anträge (Solar und Biomasse) werden von der Gemeinde direkt an
die Landesregierung weitergeleitet.

Formulare (Solar, Photovoltaik, Erdwärm, usw.)

RICHTLINIEN ÜBER DIE AUSZAHLUNG VON UMWELTRELEVANTEN FÖRDERUNGEN DER GEMEINDE FERNITZ-MELLACH:

 1.) Einleitung
Die Novellierung und Neuaufnahme von umweltrelevanten Förderungsmaßnahmen der Gemeinde Fernitz-Mellach war erforderlich. Das Ziel der Maßnahmen liegt in der Primärenergieeinsparung und Vermeidung von Emissionen vor Ort. Die durch diese Maßnahmen angestrebte Umweltauswirkung zielt auf eine Reduktion der Treibhausgase sowie auf die dringend erforderliche Senkung der CO2-Belastung (Kyoto – Ziele) ab.

Zufolge des Beschlusses des Gemeinderates der Gemeinde Fernitz vom 17.12.2007 gewährt die Gemeinde Fernitz-Mellach unter nachfolgend angeführten Voraussetzungen einmalige, nichtzurückzahlbare Zuschüsse zu den Anschaffungskosten von Erdwärmeheizungen, Erdwärmepumpen, Solar- und Photovoltaikanlagen, sowie Biomasseheizungen und Nahwärmeanschlüssen.

2.) Gegenstand der Förderungen

Zuschuss zu den Anschaffungskosten für die Errichtung von:

  • Erdwärmeheizungen
  • Solaranlagen
  • Photovoltaikanlagen
  • Biomasseheizungen
  • Nahwärmeanschlüssen

3.) Art und Höhe der Förderungen


a.) Erdwärme:

Eine Förderung erfolgt für Erdwärmeheizungen sowohl bei Neubau als auch bei Umrüstung pauschal mit € 250,--, wenn der Nachweis über die ordnungsgemäße Inbetriebnahme erbracht wird. Die Förderung von Erdwärme erfolgt durch die Gemeinde Fernitz-Mellach auch ohne Inanspruchnahme der Wohnbauförderung durch das Land Steiermark.


b.) Solaranlagen:

Eine Förderung von Solaranlagen erfolgt von Seiten der Gemeinde Fernitz-Mellach im Ausmaß von € 25,-- /m² mit einer Beschränkung von maximal € 375,-- bzw. 15m², wenn eine Förderung nach den Bestimmungen des Landes erfolgt ist.

Wenn die Solaranlage nicht nur für die Warmwasseraufbereitung verwendet wird, sondern auch eine Einspeisung in die Heizung erfolgt, dann wird eine Förderung von zusätzlich 20% der Gesamtsumme gewährt.

c.) Photovoltaikanlagen:

Eine Förderung von Photovoltaikanlagen erfolgt von Seiten der Gemeinde Fernitz-Mellach im Ausmaß von € 25,-- / m² mit einer Beschränkung von maximal € 375,-- bzw. 15m², wenn eine Förderung nach den Bestimmungen des Landes erfolgt ist.

d.) Biomasseheizungen und Nahwärme:

Eine Förderung erfolgt sowohl bei Neubau als auch bei Umrüstung auf Biomasse oder beim Anschluss an das Nahwärmenetz der Nahwärme Fernitz GmbH.

Pro 1 KW wird eine Förderung in Höhe von € 30,-- ausbezahlt, nachdem eine Heizlastberechnung erbracht wird. Die Förderung ist ihrer Höhe nach mit € 1000,-- beschränkt  (€ 30,-- / 1 KW – max. € 1000,--, nach Erbringung der Heizlastberechnung).

Es erfolgt keine Förderung für Biomasse - Kleinfeuerungsanlagen, wenn die Möglichkeit zum Anschluss an die Nahwärme besteht bzw. wenn diese innerhalb von einem Jahr besteht.

AUSNAHME: Sollte der Sonderfall auftreten, dass ein Landwirt oder Waldbesitzer eine Biomasseheizanlage errichtet und in den Anschlussbereich der Nahwärme fällt, kann der Förderungswerber das Ansuchen bei der Gemeinde stellen, dieses muss jedoch vor Auszahlung gesondert durch den Gemeinderat beschlossen bzw. entschieden werden.

e.) Wasserzisterne:

Eine Förderung von Wasserzisternen erfolgt von Seiten der Gemeinde Fernitz-Mellach im Ausmaß von € 150,-- pro Haus. Die Zisterne muss eine Mindestgröße von 3.000 L haben.

4.) Persönliche Voraussetzungen der Zuschusswerber
Die Förderungswerber müssen ihren ordentlichen Wohnsitz in der Gemeinde Fernitz-Mellach haben bzw. diesen in der Gemeinde Fernitz-Mellach gründen wollen.

5.) Sonstige Voraussetzungen
Erfüllung aller baurechtlichen Voraussetzungen (z.B.: Mitteilung bzw. Bauanzeige bei der Baubehörde) bzw. Ansuchen um Bewilligung der jeweiligen Anlagen.

Solaranlagen und Photovoltaikanlagen:
= bewilligungsfreies Vorhaben, dennoch mitteilungspflichtig

Dabei handelt es sich um bewilligungsfreie Bauvorhaben: Hier ist vor der Ausführung ein Formular (bewilligungsfreie Bauvorhaben) auszufüllen und dem Gemeindeamt zu übermitteln. Bei diesem Bauvorhaben dürfen die Nachbarrechte nicht verletzt werden. Überdies sind die Bau- und Raumordnungsvorschriften genauestens einzuhalten.

Biomasseheizungen:
= anzeigepflichtiges Vorhaben – eigenes baurechtliches Verfahren

WICHTIG: beim Gemeindeamt um Genehmigung ansuchen!

Formular: Anzeigepflichtige Vorhaben § 20 Z 3-5 BauG.

Erforderliche Unterlagen für die Anzeige beim Gemeindeamt für die Errichtung einer Festbrennstoffheizung mit einer Nennleistung größer als 8KW:

  • Grundbuchsauszug (amtliche Grundbuchsabschrift) nicht älter als sechs Wochen
  • Typengenehmigung der Feuerungsanlagen (Nachweis über das ordnungsgemäße Inverkehrbringen) im Sinne des Stmk. Feuerungsanlagengesetzess LGBl. Nr. 73/2001.
  • Bestätigung der Verfasser/innen der Unterlagen, dass diese allen baurechtlichen Anforderungen entsprechen.
  • Bescheinigung eines Sachverständigen oder befugten Unternehmers, dass der Aufstellungsraum der Feuerungsanlage, der Brennstofflagerraum (Öllagerraum) und der Rauchfang für die Anlage geeignet sind.
  • Eingenordeter Lageplan (2-fach) im Maßstab 1:1000.
  • Plan der Anlage im Grundriss und Schnitt (2-fach) unterfertigt vom/von der Bauwerber/in, Grundeigentümer/in und dem/der befugten Planverfasser/in Maßstab 1:50)
  • Technische Beschreibung der Anlage (2-fach) unterfertigt vom/von der Bauwerber/in, Grundeigentümer/in und dem/der befugten Planverfasser/in

Es werden nur Anlagen gefördert, die sich in Gebäuden und auf Grundstücken der Gemeinde Fernitz-Mellach befinden.

6.) Rechtsanspruch
Der Förderungswerber nimmt zur Kenntnis, dass auf die Gewährung der Förderung kein Rechtsanspruch besteht und die gegenständlichen Richtlinien vom Gemeinderat jederzeit aufgehoben und abgeändert werden können.


7.) Ansuchen
Die Ansuchen sind schriftlich innerhalb eines Jahres ab Zahlung der Rechnung beim Gemeindeamt zu stellen.

8.) Auszahlung und Bestätigung durch die Gemeinde Fernitz-Mellach
Für Erdwärmeheizungen erfolgt die Förderung auch, wenn es keine Landesförderung gibt bzw. wenn keine Landesförderung in Anspruch genommen wird.

Für die Auszahlung müssen folgende Unterlagen beigebracht werden:

Erdwärme:

  • Rechnung
  • Zahlungsbestätigung
  • Nachweis über das ordnungsgemäße in Verkehrbringen


Solaranlagen:

  • Rechnung
  • Zahlungsbestätigung
  • Bestätigung der Installationsfirma (auf dem Antrag für das Land ausreichend)
  • Bestätigung des Landes über die Förderung


Photovoltaikanlagen:

  • Rechnung
  • Zahlungsbestätigung
  • Bestätigung der Installationsfirma (auf dem Antrag für das Land ausreichend)
  • Bestätigung des Landes über die Förderung


Biomasseheizung:

  • Anzeige der Heizungsanlage beim Gemeindeamt
  • Fernitz-Mellach
  • Bestätigung des Landes über die Förderung
  • Heizlastberechnung


Nahwärme:

  • Heizlastberechnung
  • Wärmelieferungs- und Bezugsvertrag
  • (Anschlussvertrag)


Wasserzisterne:

  • Rechnung
  • Zahlungsbestätigung
  • Nachweis von einer Mindestgröße von 3.000 L

 

9.) Widerruf der Förderung
Die Gemeinde Fernitz-Mellach behält sich das Recht vor, eine bereits gewährte Förderung zu widerrufen, wenn sich nachträglich herausstellt, dass nicht alle Voraussetzungen für die Förderung im Sinne der Richtlinien erfüllt wurden oder nicht mehr erfüllt werden. Im Falle des Widerrufs ist die Förderung innerhalb eines Monats nach nachweislicher Zustellung des Widerrufs an die Gemeinde zurückzubezahlen.

10.) Inkrafttreten und Außerkrafttreten
Alle Förderanträge, die ab 1.1.2008 im Gemeindeamt zur Bestätigung eingereicht werden bzw. gestellt werden, unterliegen den neuen Förderungsrichtlinien bzw. -modellen.

Ausnahme: Die bereits gestellten Ansuchen für Förderungen, die noch nicht bestanden haben, werden ab 1.1.2008 ausbezahlt (dabei handelt es sich um die Ansuchen Erdwärmeheizung und Photovoltaikanlagen).

Das Außerkrafttreten bzw. die Aufhebung dieser Förderrichtlinien bzw. -modelle bedarf einer neuerlichen Beschlussfassung des Gemeinderates.


Direktförderungen 2016 - Land Stmk.


Vom Land Steiermark wurden die neuen Förderrichtlinien für Photovoltaikanlagen, Stromspeicher, thermische Solaranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen für das Jahr 2016 veröffentlicht.

Artikel vom Land Steiermark

Informationsblatt Förderungen